Am Freitag, den 21. August war mein fester Wille, am darauf folgenden Tag, dem Tag der Wendelsteinrundfahrt, früh dran zu sein.

Also, Rad im Auto verstauen, Klamotten packen – ich ging von trockenem Wetter aus und packte also ein Trikot (kurz versteht sich im August), kurze Hose, eine Windweste und weil ich nun auch nicht mehr der jüngst bin Knielängen ein. Zu Guter Letzt stellte ich den Wecker auf 05.00 Uhr und legte mich voller Vorfreude schlafen.

Beim einschlafen ging ich die oft gefahrene Route noch einmal durch und blieb in Gedanken schon bei den Käsespätzle und den Rühreiern stehen.

Dann war er da, der lang ersehnte Samstag und ich machte mich auf den Weg nach Au. Hin und wieder musste ich unterwegs den Scheibenwischer betätigen, was mich zwar etwas zweifeln lies an meinem festen Willen, aber nun da ich schon mal wach war konnten mich ein paar Regentropfen nicht vom Weg abbringen.

Doch in Au stellte sich stetiger Regen ein und es sah auch nicht danach aus als ob Besserung in Sicht wäre! „Was solls die Startnummer ist gekauft und aus Zucker sind wir auch nicht“ – hörte ich von meiner eisernen Seite – doch auch der Schweinehund meldete sich kurz danach zu Wort – „Du hast nicht mal eine Regenjacke dabei und ein langes Trikot auch nicht!“

Danach weiß ich nichts mehr und ich fand mich erst wieder in Sachrang mit einer Schale warmer Rühreier in der Hand, die mich unendlich glücklich machten.

Mein Magen füllte sich und auch meine Finger ließen versprechen, wieder warm zu werden.

Ich sah in die Runde und sah, einige andere mit (kurzen Trikots) mussten den Kampf gegen Ihren Schweinehund wohl auch gewonnen haben.

 

Was mich und ein paar verständnisvolle Radler aber den Sieg triumphierend nach Au bringen ließ war ein Kollege, der einen ganz anderen Ansporn hatte mitzufahren: ihm wurde die Wahl gestellt – entweder mitfahren – oder mit seiner Frau einen Tag im schwedischen Möbelhaus zu verbringen.

Wir waren uns schnell einig, es gibt wenige Alternativen zur Wendelsteinrundfahrt –

und wer ist schon IKEA? Zwischen Malmö, Köttbullar und Lillström fahren wir lieber mit Hans, Kurt und Konrad.

Ich bin froh dabei gewesen zu sein, ich habe nette Menschen getroffen und ich habe trotz den schlimmen Regens einen schönen Tag auf dem Rad verbracht – nur schönes Wetter wünsche ich mir fürs nächste Jahr trotzdem.

 


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